Risikolebensversicherung bei Selbstmord

Die Risikolebensversicherung sichert vor allem die Hinterbliebenen gegen anfallende Kosten ab, die aus einer Finanzierung entstanden sind. Begeht der Versicherte allerdings Selbstmord, verweigern viele Versicherungen die Zahlung. In diesem Beitrag finden Sie ein paar Antworten auf die Fragen und vor allem, ob die Risikolebensversicherung bei Selbstmord die einzige Police ist oder wie es beim Thema Lebensversicherung allgemein aussieht. Es gibt auch Versicherungen, die zahlen einen Teil des Guthabens aus, das mittels Beitrag zustande kam. Unter 0800 1110111 ist auch die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar.

Mit einer Risikolebensversicherung erhalten die Hinterbliebenen eine finanzielle Absicherung, zusätzlich können Versicherte eine Berufsunfähigkeitsversicherung in den Versicherungsschutz einbauen. Es stehen auch aktuelle Testsieger im Vergleich.

TelefonSeelsorge bei Selbstmordgedanken

Wie sinnvoll ist eine Risikolebensversicherung

Apotheke

Risikolebensversicherung bei Selbstmord

Der überwiegende Verwendungszweck einer Risikolebensversicherung ist die Hinterbliebenenabsicherung im Todesfall. Menschen, die einen Kredit aufgenommen haben und ihn durch ihren Tod nicht mehr bezahlen, gefährden die Basis ihrer Familie. Wird jedoch eine Risikolebensversicherung abgeschlossen, begleicht diese die verbliebenen Kosten und ermöglicht somit, dass die Familie das Eigenheim oder Auto behalten darf, welches finanziert wurde. Viele Kreditinstitute bestehen außerdem auf den Abschluss einer solchen Versicherung, um den Kredit zu bewilligen. Mehr zum Thema, erfahren Sie hier.

Jetzt Vergleich anfordern

Die Versicherung zahlt nur im Todesfall

Grundsätzlich gilt, dass die Risikolebensversicherung nur im Todesfall des Versicherten ausgezahlt wird. Doch wie steht es bei Selbstmord? Viele Versicherungen verweigern in einem solchen Fall die Auszahlung der Versicherungssumme, da der Tod des Versicherten willentlich herbeigeführt wurde. Es gibt jedoch auch Ausnahmen von dieser Regel. Die notwendigen Informationen zum Verhalten der Versicherung erhält man anhand der sogenannten Selbsttötungsklausel, die in jeder Risikolebensversicherung verzeichnet ist.

Selbstmord Tabelle laut Statistisches Bundesamt

  • Jahr männlich weiblich gesamt
    1955 6.191 3.486 9.677
    1960 6.640 3.577 10.217
    1965 7.499 4.280 11.779
    1970 8.230 4.816 13.046
    1975 11.731 7.267 18.998
    1980 8.332 4.536 12.868
    1985 8.576 4.040 12.616
    1990 6.853 3.142 9.995
    1991 13.458 4.354 14.010
    1992 9.326 4.132 13.458
    1993 12.690 3.730 12.690
    1994 9.130 3.588 12.718
    1995 9.222 3.666 12.888
    1996 8,728 3.497 12.225
    1997 8.835 3.412 12.256
    1998 8.579 3.069 11.648
    1999 8.080 3.077 11.157
    2000 5.850 5.215 11.065
    2001 8.188 2.968 11.156
    2002 8.106 3.057 11.163
    2003 8.179 2.971 11.150
    2004 7.939 2.794 10.733
    2005 7.523 2.737 10.260
    2006 7.725 2.540 10.265
    2007 7.009 2.393 9.402
    2008 7.039 2.412 9.451
    2009 7.229 2.388 9.617
    2010 7.465 2.556 10.021

Wozu die Klausel zum Suizid dient

Innerhalb der Suizidklausel ist eine sogenannte Karenzzeit enthalten. Diese muss für eine Auszahlung vom Versicherten eingehalten werden, um auch eine Leistung zu empfangen. Begeht er vor Ablauf der Karenzzeit Suizid, erhalten die Hinterbliebenen keinerlei Auszahlung. Ist die Karenzzeit dagegen eingehalten worden, ist es immerhin möglich, anhand des Rückkaufswertes einige der Beiträge zurück zu erhalten. Allerdings werden hierbei häufig noch Verwaltungs- und Vertriebskosten abgezogen. Hier gelangen Sie zu einem Überblick zu vielen Anbietern einer Risikolebensversicherung.

Wann und wie eine Auszahlung doch zustande kommen kann

Hinsichtlich der Auszahlung wird auch immer geprüft, durch welche Art der Selbsttötung der Tod des Versicherten herbeigeführt wurde. Nutzt ein schwerkranker Mensch beispielsweise die Sterbehilfe, liegt hierbei nur ein indirekter Suizid vor. Die Versicherung kann demzufolge den vollen Betrag auszahlen. Allerdings ist diese Regelung innerhalb Deutschlands sehr umstritten, da ohnehin die Sterbehilfe immer in der Kritik steht. Im Einzelfall wird die Beweislast für das Vorliegen eines Suizids geprüft und häufig zur Begünstigung des Hinterbliebenen entschieden. Weitere Informationen rund um das Thema Auszahlung, können Sie hier nachlesen.

„dies-und-das.over-blog“ informiert inmitten des Selbstmordes

Massnahme Erfolg in % Zeit in minuten Schmerz (Skala 1-100)
Arznei (rezeptpflichtig) 12 129 9
Arznei (rezeptfrei) 6 456 23
Droge (illegal) 49 116 5
Gift (vom Haushaltschrank) 78 24 55
Zyanid 97 2 52
Kopfschuss (Pistole) 97 3 13
Kopfschuss (Gewehr) 99 2 6
Brustschuss (Pistole) 90 7 22
Brustschuss (Gewehr) 96 1 16
Schuss in den Unterleib 65 69 74
Sprengstoff 96 2 4
Stromschlag 66 2 72
Selbstverbrennung 77 57 95
Hausbrand 73 53 92
Schnitt (Kehle) 52 16 86
Schnitt (Pulsadern) 6 105 71
Messerstich (Brust) 59 96 76
Messerstich (Unterleib) 13 252 78
Autounfall 79 21 30
Sprung (Brücke, Dach) 93 5 18
Überfahren (Zug) 96 18 7
Überfahren (Auto, Lkw) 70 19 63
Strangulation 90 7 26
Ersticken (Plastiksack) 23 7 23
Ersticken (CO) 71 22 18
Ertrinken (See / Meer ) 63 19 79
Ertrinken (Badewanne) 22 19 79
Spätere Psychotherapie – Der Geisteszustand spielt eine Rolle

Für gewöhnlich wird bei der Antragstellung einer Risikolebensversicherung eine Gesundheitsprüfung angeordnet. Wird die Versicherung schließlich abgeschlossen und der Versicherte entscheidet sich ein paar Jahre später zum Suizid, kann dies auch psychische Ursachen haben. Hierbei wird bewertet, inwiefern er den Suizid im Zuge der freien Willensbestimmung begangen hat. Wird im nachhinein festgestellt, dass er infolge eines eingeschränkten Geisteszustandes Selbstmord begangen hat, ist die Erstellung eines Gutachtens häufig unausweichlich.

Suizide nach Altersgruppen laut Das Statistik Portal

Anzahl der Suizide
Alterssgruppen

von … bis unter … Jahre

Insgesamt Männlich Weiblich
unter 10
10 bis 15 19 6 13
15 bis 20 196 133 63
20 bis 25 316 243 73
25 bis 30 427 340 87
30 bis 35 485 380 105
35 bis 40 466 356 110
40 bis 45 621 458 163
45 bis 50 895 658 237
50 bis 55 1 082 792 290
55 bis 60 1 034 768 266
60 bis 65 757 548 209
65 bis 70 590 406 184
70 bis 75 827 580 247
75 bis 80 934 681 253
80 bis 85 680 517 163
85 bis 90 486 353 133
90 und älter 263 178 85

Die gesetzliche Lage in Deutschland

Innerhalb Deutschlands sieht es die Gesetzgebung gemäß Paragraph 161 VVG vor, die Karenzzeit auf drei Jahre festzulegen. Diese Festsetzung gilt seit 2008, davor gab es keinerlei Karenzzeiten im Rahmen von Versicherungen. Die Policen, die vor dem 1. Januar 2008 geschlossen wurden, beinhalten auch weiterhin keine einzuhaltende Karenzzeit. Seit dem 25. Oktober 2012 wurde diese Regelung auch in die Versicherungsbedingungen des GDV übernommen und wird so von zahlreichen Versicherungen umgesetzt. Auch hier können Sie die besten Tarife für 2017 vergleichen.

Jetzt Vergleich anfordern

Vergleich vor dem Abschluss anstellen

Es gibt zahlreiche Menschen, denen es grundsätzlich wichtig ist, die Auszahlung bei Selbstmord trotzdem durchzusetzen. Wer sich auf die Suche einer solchen Versicherung machen möchte, sollte unbedingt einen Vergleich zur Rate ziehen. Hier erhält man nicht nur die zahlreichen Bedingungen der unterschiedlichen Anbieter, sondern auch eine Liste verfügbarer Versicherer. Nach einer ersten Auswahl kann man sich schließlich auf die Suche nach dem passenden Absicherungsmodell machen, von denen die Versicherer zahlreiche Varianten anbieten.

Suizide in Deutschland laut de.statista.com

Suizide in Deutschland 10.080 Bundesland mit den meisten Suiziden: Bayern
1.799 Suizide von Kindern und Jugendlichen unter 19 Jahren 222
Altersgruppe mit dem höchsten Anteil Suiziden an allen Todesursachen: 18-19 Jahre 21,8%
Befürworter passiver Sterbehilfe 77% Befrüworter aktiver Sterbehilfe 62%

Alter, Sterbort und Methode

Häufigste Suizid-Methode: Erhängen 4.513 Anteil von Erhängen an allen Suiziden 44,8%
Häufigster Sterbeort bei Suiziden: zu Hause 4.227
Druchschnittliches Sterbealter von Frauen bei Suizid 58,3 Jahre
Druchschnittliches Sterbealter von Männern bei Suizid 57,1 Jahre

Entwicklung der Suizidrate

Suizide in Deutschland 1980 18.451
Veränderung der Suizidrate in Deutschland 1995-2009 -32,1%
Veränderung der Suizidrate in Südkorea 1995-2009 +153,6%
Bundesland mit der höchsten Suizidrate je 100.000 Einwohner: Sachsen-Anhalt 16,6

Die meisten Versicherungen zahlen bei Selbstmord nicht

Der Abschluss einer Risikolebensversicherung setzt für gewöhnlich voraus, dass der Versicherte während der Laufzeit keinen Selbstmord begeht. Doch das Leben sieht es bei manchen anders vor. In diesem Moment wird die Lebensversicherung zu einer Sache, um deren Auszahlung man förmlich kämpfen muss. In den meisten Fällen zahlt die Risikolebensversicherung bei Selbstmord nichts aus, oder nur den Beitrag, den man einbezahlt hat. Einige Antworten zum Thema findet man bereits in der Suizidklausel, die in jeder Risikolebensversicherung enthalten ist. Alles rund um die Risikolebensversicherung und was Sie schon immer wissen wollten, können Sie hier nachlesen.

Jetzt Vergleich anfordern